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Ära der letzten Geweihjäger - Folge 4: Aufbruch nach Redana

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Dominic

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Theaterhauptrolle
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Hinweis: In Ära der letzten Geweihjäger werden Kampf- und Jagdszenen beschrieben. Der Autor bemüht sich um eine sanfte Beschreibung, doch wenn Sie zum Beispiel kein Interesse an Kampf- und Jagdszenen haben, sollten Sie diese Fortsetzungsgeschichte vielleicht nicht lesen.

Ära der letzten Geweihjäger
Folge 4: Aufbruch nach Redana
Autor: Dominic Böhm
Erstveröffentlichung: 08.06.2015




„Bis bald.“ Dies sind die einzigen zwei Worte, die Jack zu Vilana und Nikta spricht, als er die Waldtaverne verlässt und sich auf den Weg in Richtung Süden macht. Um nach Redana zu kommen, muss Jack drei Tage lang durch die Wälder der Hirsche laufen, wobei er nicht zu fürchten hat, einem ähnlichen Angriff zum Opfer zu werden, wie es seinem ehemaligen Partner Nelll erging, denn in diesem Teil der Wälder leben hauptsächlich friedliche Hirsche, von denen keine Gefahr ausgeht. Die meisten der Hirsche, die südlich der Waldtaverne ihr Dasein fristen, stehen unter Schutz und dürfen daher nicht von einem Geweihjäger erlegt werden. Ein Geweihjäger darf nur auf bestimmte Hirscharten Jagd machen. Dies ist eine der Geweihjägerregeln. Ein sinnloses Töten der Hirsche ist strengstens verboten. Die Menschen kamen vor knapp hundert Jahren in die Wälder der Hirsche, um neue Lebensräume zu erschließen, denn in ihrer eigentlichen Heimat nahm die Anzahl der Menschen drastisch zu, sodass es unabdingbar wurde, nach Norden vorzurücken, um dort nach neuen Siedlungsregionen zu suchen. Einige Zeit lang konnten die Menschen viele weitere Gebiete finden, in denen sie ungestört siedeln konnten, doch dann kam der Tag, an dem die Menschen in Wälder kamen, die von mystischen Hirschen bewohnt waren. Die Hirsche empfingen Einwanderer weitgehend mit Wohlwollen und einem freundlichen Verhalten, aber einige Hirscharten waren nicht damit einverstanden, dass die Menschen sich in den Wäldern niederließen und darum beschlossen sie, die Menschen zu vertreiben. Jack kennt die Geschichte dieser Wälder so gut wie jeder Geweihjäger, denn es gehört zu der Ausbildung, sich mit der Geschichte zu befassen. Er kennt jede Hirschart, die in diesen Wäldern lebt, und ist mit ihren Fähigkeiten genaustens vertraut. Jacks Reisegepäck ist sehr übersichtlich, denn abgesehen von seinen Waffen, die er stets bei sich trägt, hat er lediglich einen kleinen Beutel dabei, den er an seinem Gürtel befestigt hat. Proviant benötigt er nicht. Zwar bot ihm Vilana am Morgen an, ihm ein paar Brote für die Reise mitzugeben, aber sie wusste, dass Jack dieses Angebot ablehnen würde, denn Geweihjäger ernähren sich während ihrer Aufenthalte in den Wäldern fast nur von den Dingen, die sie in der Natur vorfinden können. Es ist nicht schwer, sich in den Wäldern der Hirsche zu ernähren, denn hier gibt es viele essbare Pflanzen, Beeren und Pilze. Auf vielen Bäumen wachsen Äpfel, Birnen oder andere Obstsorten. In dem Ikarumu Fluss, welcher sich durch weite Teile der Wälder erstreckt, leben zahlreiche Fische, die man, wenn man denn geschickt genug ist, um sie einzufangen, ebenfalls verzehren kann. Jack, der sehr wohl darin bewandert ist, Fische zu fangen, nutzt den Ikarumu Fluss regelmäßig, um sich mit Nahrung zu versorgen. An den Ufern dieses Flusses sind häufig auch Hirsche vorzufinden, die dort ihren Durst stillen, weshalb Jäger oftmals ihr Lager am Fluss aufschlagen, um von dort aus auf die Jagd zu gehen. Nach einigen Stunden beschließt Jack, die erste Pause einzulegen, denn als erfahrener Geweihjäger weiß er, wie wichtig es ist, regelmäßige Ruhepausen zu machen, um frische Kraft zu tanken. Es bringt nichts, den ganzen Tag durch den Wald zu marschieren und anschließend ohne Kraft auf Nahrungssuche zu gehen. Stattdessen macht sich Jack auf die Suche nach etwas Essbarem, bevor er überhaupt ein Hungergefühl verspürt. Jacks Erfahrung reicht so weit, dass er rasch ein paar essbare Pflanzen findet, die er sofort verspeist. Im Laufe seiner Geweihjägerkarriere musste er schon einige Male nach Redana reisen und deshalb weiß er, wo Obstbäume zu finden sind, von deren Ästen er sich einige Äpfel nimmt. „Das reicht für den Moment“, meint Jack und setzt sich an den Stamm eines Baumes, um die Äpfel zu essen. Dieser Teil der Wälder wirkt so friedlich und das ist er auch, denn hier kommt es nur selten zu Kämpfen. Die Geweihjäger kommen südlich der Waldtaverne nur sehr selten zum Einsatz. In diesen Wäldern leben vor allem Hirsche der Pflanzen, Hirsche des Wassers, Hirsche der Erde, Hirsche des Windes und hin und wieder sind auch Hirsche des Friedens und Hirsche des Lichts zu sehen. Diese beiden Hirscharten sind jedoch äußerst selten und in manchen Teilen der Wälder bereits komplett verschwunden. Jack leht sich an den Baumstamm und beobachtet die Umgebung. Er hat gelernt, alleine mit seinen Augen viele Details wahrzunehmen. Anhand niedergetrampelten Stellen im Gras erkennt er, dass vor kurzem ein Hirsch hiergewesen ist. Er kann sogar erkennen, um welche Hirschart es sich gehandelt hat. Es war mit großer Sicherheit ein Hirsch der Erde. Das verraten verschiedene Stellen, an welchen die Erde aufgewühlt wurde. Der Grund dafür, dass die Hirsche der Erde ihre Bezeichnung bekommen haben, besteht darin, dass die Hirsche die Erde mit ihrem Geweih aufwühlen. Als die ersten Menschen diese Wälder betraten und beobachteten, wie die Hirsche der Erde das Erdreich aufwühlten, vermuteten sie, dass die Hirsche unter der Erde nach Fressen suchen würden. Erst als sich die Menschen mehr mit den Hirschen beschäftigen und ihr Verhalten studierten, erkannten sie, dass es für das Verhalten der Hirsche der Erde einen anderen Grund gibt. Diese Hirschart wühlt Stellen im Boden auf, um es den Hirschen der Pflanzen zu ermöglichen, neue Pflanzen heranwachsen zu lassen. Die Hirsche der Pflanzen sind die kleinsten Hirsche in diesen Wäldern. Sie besitzen eine besondere Gabe, denn auf ihrem Körper wachsen Moose, Kräuter und viele unterschiedliche Sprößlinge von Pflanzen. Sobald ein Hirsch der Pflanzen eine aufgewühlte Stelle im Boden vorfindet, schüttelt er sich und lässt so Sprößlinge auf das Erdreich fallen. Mit der Zeit werden aus den Sprößlingen große Pflanzen und aus manchen bilden sich auch Bäume. Einige Geweihjäger behaupten sogar, dass Hirsche der Pflanzen in der Lage sind, genau zu kontrollieren, welche Sprößlinge sie einsetzen. Die Zusammenarbeit dieser beiden Hirscharten ist sehr wichtig, denn sie sorgt dafür, dass die Flora in den Wäldern der Hirsche weiterhin vielseitig bleibt. Die Hirsche der Pflanzen könnten die Erde mit ihren Geweihen nicht aufwühlen, denn sie besitzen sehr kleine Geweihe, die sehr empfindlich sind und bei der Aufwühlarbeit zerbrechen würden. Eine halbe Stunde bleibt Jack am Baumstamm sitzen und genießt die saftigen Äpfel, die er von einem Ast gepflückt hat, doch dann beschließt er, seinen Weg fortzusetzen, denn der nächste Teil der Strecke ist beschwerlich, da Jack einige Hügel hinter sich lassen muss, welche dafür sorgen, dass Jack nur langsam vorankommt.

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Max

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Theaternebenrolle
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Auf so ein Apfel hätte ich jetzt auch Lust.

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Max

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Wann kommt die nächste Folge?

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Ina

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Theaterkomparse
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So einen Wald hätte ich auch gern in der Nähe Very Happy

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