Das Informationsforum über die Theatergruppe 4MiddlePunkte

Login

Ich habe mein Passwort vergessen!



Die neuesten Themen

» Freitag - 4MiddlePunkte A-Z
von Ina Fr Sep 02, 2016 11:22 am

» Reise 8: Scharfe Sache
von Ina Fr Mai 06, 2016 6:27 pm

» Mittwoch - Vorhang zu
von Max Mi Mai 04, 2016 8:36 pm

» 4MiddlePunkte Comedyabend - 23.04.2016 - Heidelberg
von Samu Kastell Mi Apr 13, 2016 6:55 am

» Ära der letzten Geweihjäger - Folge 21: Der will Geweihjäger werden
von Ina Fr Apr 08, 2016 6:25 pm

Statistik
Wir haben 15 eingetragene Mitglieder
Der neueste Nutzer ist Samu Kastell.

Unsere Mitglieder haben insgesamt 3244 Beiträge geschrieben zu 462 Themen

Sie sind nicht verbunden. Loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich

Ära der letzten Geweihjäger - Folge 18: Angriffe aus dem Hinterhalt

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten  Nachricht [Seite 1 von 1]

Dominic

avatar
Theaterhauptrolle
Theaterhauptrolle
Hinweis: In Ära der letzten Geweihjäger werden Kampf- und Jagdszenen beschrieben. Der Autor bemüht sich um eine sanfte Beschreibung, doch wenn Sie zum Beispiel kein Interesse an Kampf- und Jagdszenen haben, sollten Sie diese Fortsetzungsgeschichte vielleicht nicht lesen.

Ära der letzten Geweihjäger
Folge 18: Angriffe aus dem Hinterhalt
Autor: Dominic Böhm
Erstveröffentlichung: 08.12.2015




Pünktlich trifft Leon am nächsten Morgen in Begleitung seines älteren Bruders am nördlichen Stadtrand von Redana ein. „Wo ist er?“, fragt Leon, als er sich erfolglos nach Jack umsieht. „Ich weiß es nicht. Es ist 10 Uhr. Geweihjäger sind als sehr pünktliche Menschen bekannt. Eigentlich müsste er bereits hier sein.“ „Könnte es sein, dass er ...“ Noch ehe Leon seinen Satz vollständig aussprechen kann, stürzt er nach vorne zu Boden und schlägt mit seinem Körper auf der Erde auf. „Ein Geweihjäger muss stets sein Umfeld im Blick haben.“ Nock tritt einen Schritt zurück, ohne direkten Einfluss auf die Szene zu nehmen, denn bei diesem Treffen ist sein kleiner Bruder auf sich alleine gestellt. Leon richtet sich langsam auf und reibt sich die Stirn. Er scheint unverletzt zu sein, doch in seinen Augen ist der Ansatz einer Träne zu erkennen. „Was? Du weinst? Wegen solch einer Kleinigkeit? Ein 19-jähriger Junge, dessen größter Traum es ist, in die nördlichen Wälder zu ziehen, um dort die Arbeit eines Geweihjägers auszuüben, sollte mehr aushalten“, erläutert Jack und verschränkt die Arme vor seiner Brust. „Haben Sie nicht den Mut, sich mir von Angesicht zu Angesicht zu stellen, Jack? Ich dachte, die alten Geweihjäger pflegen stets, sich im Kampfe fair zu verhalten.“ Ein schmales Lächeln fliegt über Jacks Gesicht, ehe seine Miene wieder wie versteinert wirkt. „Meinst du, ich hätte dich nicht zu Boden werfen können, wenn ich direkt vor dir gestanden hätte?“ „Ganz bestimmt nicht“, kontert Leon, ohne lange darüber nachzudenken. „Ich sehe das als Herausforderung“, erklärt Jack und tritt näher an Leon heran. Der junge Anwärter ballt seine Hände zu Fäusten und macht sich auf Jacks Aktion gefasst, doch der erfahrene Geweihjäger bleibt plötzlich stehen und schließt die Augen. „Weißt du was, Kleiner?“ „Hören Sie endlich auf, mich ständig Kleiner zu nennen.“ „Schon gut. Beruhige dich. Ich habe einen Entschluss gefasst. Falls ich je auch nur einen Hauch Interesse daran gehabt habe, dich zu meinem Schüler zu machen, so ist dieses Interesse verflogen, als ich die Träne in deinem Auge sah. Du bist es nicht wert, mein Schüler zu werden. Suche dir eine andere Lebensaufgabe. Als Geweihjäger taugst du nicht.“ Mit diesen Worten dreht sich Jack um und beginnt, sich von Leon zu entfernen. Leon und Nock bleiben geschockt stehen, ehe Nock damit beginnt, Leon zu animieren. „Zeige es ihm, Leon. Wenn er dich hinterrücks angreift, solltest du es ebenso machen. Er ist nicht auf einen Angriff gefasst. Greife ihn an, solange du noch die Chance dazu hast.“ Leon nimmt den Tipp seines Bruders dankend an und rennt Jack hinterher. Der Jäger verlangsamt seinen Schritt und schließt erneut die Augen. Leons Chance, sich für den hinterhältigen Angriff Jacks zu rächen, ist gekommen, doch der Anwärter bricht sein Vorhaben ab und bleibt nur wenige Meter von Jack entfernt stehen. „Ein guter Geweihjäger pflegt stets, sich im Kampfe fair zu verhalten, nicht wahr?“ „Was machst du da? Greife ihn an, Leon!“, ruft Nock aus dem Hintergrund. „Ich habe mich geirrt, Leon.“ Jack dreht sich um und ein Ausdruck der Zufriedenheit säumt sein Gesicht. „Was meinen Sie?“, möchte Leon wissen. „Ich dachte, dein Bruder wäre dir in allen Belangen weit überlegen und zumindest in Hinsicht auf die Verfassung des Körpers mag dies stimmen, doch du hast Eigenschaften, die deinem Bruder komplett zu fehlen scheinen und deswegen bin ich nun bereit, dich einem ernsthaften Test zu unterziehen. Solltest du diesen Test bestehen, werde ich dich zu einem Geweihjäger ausbilden. Und um auf deine Frage zurückzukommen: Ja, ein Geweihjäger pflegt stets, sich im Kampfe fair zu verhalten. Wir greifen nicht aus dem Hinterhalt an. Höchstens, wenn es darum geht, einen neuen Schüler zu finden. Bist du bereit für den letzten Test?“ „Kann ein Hirsch des Wassers unter Wasser atmen?“, lautet Leons Antwort. „Dann komme näher.“ Leon folgt der Anweisung und stellt sich vor Jack auf. „Kannst du dir vorstellen, welche Kräfte ein Hirsch in einem Kampf entfesseln kann?“ „Nein“, meint Leon und gibt damit eine ehrliche Antwort. „Dann mache dich auf einen Tornado an Angriffen gefasst“, gibt Jack zu verstehen und verpasst Leon einen harten Faustschlag mitten ins Gesicht.

Fortsetzung folgt




Figuren in dieser Folge:

Jack
Nock
Leon

Benutzerprofil anzeigen

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben  Nachricht [Seite 1 von 1]

Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten